Chinaclub Berlin

柏林中国俱乐部 / 中国电影俱乐部

In der Cranachstraße 1, am S-Bahnhof Friedenau, residieren der Chinaclub Berlin* und der Chinesische Filmclub. Hier treffen sich jeden 1. und 3. Freitag im Monat Chinesen, Deutsche und Gäste aller Länder, die sich für China und Ostasien interessieren.

*: Chinaclub für alle,  nicht der “Adlon China Club”  für Millionäre
 

Freitag, 7. Dezember 2018:

“When We Were Young” 不朽的时光

3 Filme in 3 Räumen

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Ab 18 Uhr:
Xiangqi 象棋 (Chinaschach), Tischtennis, Kicker, Billard.

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1) Einführung "FREEGONG"
2)
"When We Were Young" 不朽的时光 (Bu Xiu De Shi Guang), China 2016
2)
"A Beautiful New World" 美丽新世界 (Mei Li Xin Shi Jie), China 1999
4) Kinderfilm
oder Wunschfilm

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18:30 Uhr, Mittlerer Raum

Einführung FREEGONG™

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Neben Fitness und Beweglichkeit fördern die ausdrucksstarken Figuren von Qigong und Taijiquan auch Konzentrationsfähigkeit und psychische Stabilität. FREEGONG verbindet die besten Elemente chinesischer Bewegungskunst in freier Auswahl, Reihenfolge und Dauer.

 

19:00 Uhr, Kleiner Raum
Wenn Kinder da sind: Kinderfilm
Sonst: Wunschfilm
 

19:00 Uhr, Vorderer Raum

"When We Were Young" 不朽的时光 (Bu Xiu De Shi Guang), China 2016. Drama von Yan Ran 闫然, mit Wang Ziyi 王紫逸, Ariel AisinGioro 爱新觉罗·启星, Zhang Doudou 张逗逗. 106 min, Chinesisch mit englischen UT. Altersempfehlung: ab 14 Jahre

1982年初秋,云贵高原上的小城---修文,梁国庆、方紫云、林翠翠、鲁小然、徐迎春、唐宋予等六个风华正茂,但又性 格迥异的少年,一同步入了高中二年级。他们都是自幼跟随父辈,穿越文革风雨,从故 乡到异乡的亲密挚友;他们是一起捱过心灵深处的恐惧,携手并肩,一起长大的忠诚伙 伴,但就在这个明媚的秋天,校方为了扭转多年来的高考败局,痛定地痛,决定实施” 快慢班“重点突击计划,即将成绩优良的学生挑选出来,组成”甲种快班“,重点培养 ,方紫云和鲁小然因为成绩优异自然进了”甲种快班“,而梁国庆、林翠翠、徐迎春、 唐宋予则和其他成绩差的学生一样,被归拢到”后进慢班“,其实也就是自生自灭的” 放羊班“。命运的河流,再次转了这么大的一个弯,慌忙的孩子们,就像被搁浅在浅滩 上的鱼,他们拼命翻腾跳跃着、挣扎着,努力去寻找一份能属于自己的希望。然而,文 革的伤痕,已经成为他们性格的一部分,是人生的烙印,亦是精神的残缺。

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Geschichte ist nicht das Konzentrat der Vergangenheit, sondern immer nur deren herrschende Interpretation. Noch mehr als anderswo gilt das in China, wo das Verschweigen unerwünschter Geschichte zur Staatsräson gehört. Dass ein Film wie "When We Were Young" (der Anfang der 80-er Jahre spielt und immer wieder in die Zeit der Kulturrevolution zurückspringt) überhaupt gedreht werden konnte, ist daher beachtlich. Wenn der Blick auf die Schrecken der Vergangenheit dabei oberflächlich bleibt (oder diese gelegentlich zum Positiven hin verfälscht) kann das kaum verwundern.
Die Handlung spielt in einer Bergregion von Yunnan-Guizhou. Hierher hat es die Familie von Lu Xiaoran verschlagen, dessen Vater gelernter Brückenbauer ist. Während dieser in der Kulturrevolution misshandelt und gedemütigt wird, schließt sein Sohn Xiaoran sich einigen Klassenkameraden an, deren Familien ähnliches erleben. Später kommt die zarte Ziyun hinzu, in die sich Xiaoran verliebt. Die Öffnung der Gesellschaft nach 1976 bringt die Rückkehr von Eigeninitiative und akademischem Leben; doch angesichts der Niveau-Unterschiede beschließt die Schule, die besseren und die schlechteren Schüler zu trennen. Die hier beginnende Schichtung der Gesellschaft führt außerhalb der Schule auch zur Bildung von Banden, in denen sich Abgehängte und Außenseiter sammeln. Entsprechend unterschiedlich verlaufen die Wege der Jugendfreunde. Einer von ihnen, der stets davon träumte, ein Kampfkunst-Mönch zu werden, macht eine Pilgerfahrt zum Shaolin-Tempel - und findet dort eine verfallene Anlage, die ihn desillusioniert.

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(Anmerkung: Bei der Szene musste ich an Xu Xiaodong denken, dessen Fall vor kurzem Chinas Wushu- und Gongfu-Welt ("Kung Fu") erschütterte. Xu nämlich merkte als MMA-Kämpfer, dass all das Getue um Ballett-Kämpfer wie Bruce Lee, Yip Man oder Jackie Chan nur Filmgeschwindel ist. In einem Schaukampf erledigte er einen berühmten Meister, siehe z.B. auf Youtube www.youtube.com/watch?v=5UnXCDASwUQ. Daraufhin fiel das ganze Land über ihn her und bezichtigte ihn, Chinas geheiligte Kultur zu verraten.)
Xiaoran geht es besser, denn er besteht die Uni-Aufnahmeprüfung. Auch sein Vater wird rehabilitiert und darf endlich die Brücke bauen, von der er immer geträumt hatte. Doch für andere verläuft die Entwicklung tragisch: erst wird Ziyun von Bandenboss "Tiger" vergewaltigt, dann dieser von einem der Freunde zur Rache umgebracht. Und auch dem Film selber ging es in China nicht viel besser: Nach wenigen Aufführungen in ausgewählten Kinos verschwand er schnell in der Versenkung. Für uns jedoch ist er nicht nur wegen seiner Thematik interessant, sondern auch wegen Crew und Besetzung. Kameramann ist beispielsweise Florian Zinke, der in Wien und Peking studierte. Und die weibliche Hauptrolle spielt Ariel Aisin-Gioro: die ätherische Nachfahrin von Chinas dahingeschwundener Mandschu-Dynastie.

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Ebenfalls 19:00 Uhr, mittlerer Raum

"A Beautiful New World" 美丽新世界 (Mei Li Xin Shi Jie), China 1999. Von Shi Runjiu 施润玖, mit Tao Hong 陶虹, Jiang Wu 姜武, Chen Ning 陈宁, Ren Xianqi 任贤齐. 98 min, Chinesisch mit englischen UT. Altersempfehlung: ab 9 Jahre

青年张宝根(姜武 饰)为了领取一套中奖得来的房子,离开家乡小镇来到上海,上海虽大,但宝根能投奔 的只有自己的小阿姨金芳(陶虹 饰)。金芳为人斤斤计较,在收取了宝根租房款后勉强收留了他,但仍不时讥讽宝根的 憨厚土气。宝根在街上偶遇流浪歌手阿亮(伍佰 饰),热情的邀请他回到家里,但很快因为金芳的一张快嘴,阿亮又一次踏上了旅途。 逐渐心灰意懒的宝根决意离开,但最终因为阿亮的劝告而留下。不久,宝根在人头攒动 的交易所发现了商机,开始每日向股民们提供快餐,生意竟然出乎意料的红火,有了收 入的宝根找到了留下的理由,而他和金芳之间,也渐渐加深了互相的了解……在快速旋 转的大城市中,也许宝根真能实现自己的希望 ...

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Zhang Baogen ist ein naiver junger Kleinstädter. Eines Tages erhält er die Nachricht, dass er in einer Lotterie eine Wohnung in Shanghai gewonnnen hat. Ohne Geld, aber voller Begeisterung fährt er nach Shanghai, und die Probleme fangen an. Die Wohnung gibt es zwar, aber nur auf dem Papier. Sie wird, wenn überhaupt, frühestens in anderthalb Jahren bezugsfähig sein. Alle drängen Baogen, zurückzukehren, aber er will seinen Traum nicht aufgeben. Erst einmal quartiert er sich bei einer entfernten Verwandten ein. Dann sucht er Wege, seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Und er, das bemitleidete Landei, schlägt sich nicht nur durch, sondern bleibt dabei auch so freundlich und hilfsbereit, dass er den Respekt der abgebrühten Shanghaier gewinnt. Mit dem Respekt kommt irgendwann auch die Liebe . . . alles Weitere am kommenden Freitag.
Produzent dieser schwungvollen, satirischen Komödie war übrigens der 45-jährige New Yorker Peter Loehr, der seit Jahren in China lebt und arbeitet, und der nicht nur Zhang Yuans „Ai Qing Ma La Tang“ („Spicy Love Soup“) produziert hat, sondern auch das grandiose „Xi Zao“ (Shower“).

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Danach wie immer:
Gespräche, Musik, Tischtennis, Spiele,
卡拉-OK

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Ansonsten: Der Chinaclub Berlin bietet jeden 1. und 3. Freitag im Monat Filme aus China und anderen Ländern Asiens, außerdem Themenabende zu politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Fragen.

E I N T R I T T    F R E I  !

Tee, Snacks, Süßes:                       3 Euro
für Studenten & Arbeitslose:        1,50 Euro
für chinesische Gäste:                   5 Renminbi/Gangbi / 20 Taiwan-D

 

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